Gardasee
Campingplatz Europa in Torbole am Nordufer vom Gardasee
Campingplatz Europa am Gardasee
Freitag 14.04. 2017 Um 8.30 war Abfahrt, bei 5°C aber sonnigen Wetter. Wir wollten für ca. 3 Wochen zum Gardasee und wählten die Route über Würzburg-Füssen-Reschenpass-Torbole am Gardasee. In Würzburg übernachteten wir am Campingplatz Kalte Quelle und fuhren am nächsten morgen weiter nach Füssen zum Wohnmobilstellplatz Camper`s Stop, auch hier blieben wir eine Nacht und fuhren dann weiter über den Reschenpass nach Italien zum Gardasee.
Die gesamte Anreise von zu Hause bis zum Gardasee (ca. 1100 KM) verlief ohne Stau , nur die letzten 10 KM vor dem Gardasee ging es nur noch im Schneckentempo weiter, die kleinen Orte mit ihren Verkehrskreiseln konnten die Fahrzeuge zu Ostern nicht mehr verkraften. So kamen wir mit einer halben Stunde „Verspätung“ am Ostersonntag an unserem Ziel am „Campingplatz Europa“ in Torbole am Nordufer des Gardasees an. Über eine sehr, sehr enge Zufahrt erreichten wir den Parkplatz an der Rezeption, der Campingplatz war ausgebucht, doch wir konnten einen sehr schönen Platz von einen Abreisenden übernehmen, das nenne ich Timing. Das Wetter in Torbole war sonnig, zeitweise bis 20 Grad warm, aber etwas windig. An der Strandpromenade dann der erste Schock, Menschen über Menschen, es war voll, nein- überfüllt. Mit dem Fahrrad konnten wir gar nicht an der Promenade lang fahren, selbst zu Fuß kam man nur langsam und nervend voran, nichts für uns, schon gar nicht mit Hund im Schlepptau. Wir fanden nach einiger Zeit einen Flußwanderweg und konnten mit Jonny, unseren Jack Russel, erst einmal in Ruhe Gassi gehen. Mit dem Fahrrad haben wir dann noch kurz die Gegend erkundet und sind dann zum CP zurück um zu grillen, echte deutsche Bratwurst! Unser erster Tag am Gardasee war irgendwie enttäuschend, mal sehen was der Montag bringt.
Am Montagmorgen sind wir dann bereits um 6.30 aufgestanden und beschlossen eine Runde am Gardasee sowie im Ort mit Jonny spazieren zu gehen. Herrlich, von dem Trubel am Vortag war nichts mehr da, der Gardasee zeigte sich uns von einer ganz anderen Seite, traumhaft schön und ruhig. Wir besorgten uns Brötchen im Ort und frühstückten schließlich im WOMO. Nach dem Frühstück gingen wir mit Jonny und 2 Stühlen zum Kiesstrand und genossen die Sonne und die noch anherrschende Ruhe an der Strandpromenade. Später fuhren wir mit den Fahrrädern an der Promenade entlang zum nächsten Ort (Riva) und weiter über Stock und Stein durch die Umgebung. Nach unserere Fahrradtour wurde wieder am CP gegrillt und mit einem Glas Wein haben wir den wunderschönen Tag ausklingen lassen.
Am nächsten Tag hatten wir eine ausgiebige Fahrradtour geplant, wir fuhren über Arco zum See Largo di Cavedine und wieder zurück. Eine tolle Tour durch die Gebirgslandschaft entlang an dem Gebirgs-Fluß mit Zwischenstopp an der Bike & Wine Bar wo wir vorzüglich Mittag gegessen haben, für wenig Geld bekommt man regionale Leckereien und vorzüglichen Wein. Die Tour verlief überwiegend flach, kurz vor dem See mussten wir allerdings eine Steigung von 20% überwinden, unsere E-Bikes mussten alles geben! Auf der ganzen Tour staunten wir über die tolle Landschaft und Natur, auch unser Hund Jonny war begeistert und erfreute sich bei den Pausen an den Gebirgsbächen. Zurück am CP angekommen war erst einmal chillen angesagt, auch die Tourplanung für den nächsten Tag wurde ausgearbeitet. Wir wollten weiter mit dem Wohnmobil nach Süden, zum „Campingplatz Capuccini“ in Peschiera.
Weiter zum Teil 2, Peschiera am Südufer vom Gardasee
Gardasee
Campingplatz Cappuccini in Peschiera am Gardasee
Campingplatz Cappuccini am Gardasee
19.04. 2017 Mittwochmorgen bei strahlenden Sonnenschein um 7.15 Uhr aufgestanden, leider nur 3 Grad !!! Doris läuft eine Runde mit Jonny, ich mache das Wohnmobil startklar, wir wollen in den Süden des Gardasees, nach Perschiera zum Campingplatz Cappuccini. Abfahrt dann um 8.00 Uhr über die Autobahn, die LKWs hatten alle Schnee auf dem Dach, die Fahrt verlief aber ohne Probleme. Nach einer Stunde Fahrt waren wir am Campingplatz Cappuccini angekommen, das einchecken verlief problemlos, wir konnten uns einen schönen Stellplatz in der ersten Reihe mit Blick auf dem Gardasee aussuchen, einfach ein Traum. Das Wetter ist hier deutlich wärmer, in der Sonne hatten wir mittags bis zu 22 Grad, unglaublich der Temperaturunterschied zu heute Morgen. Ein langer Spaziergang mit Hund entlang der Strandpromenade in Richtung Sirmione bei schönstem Wetter war unserer erste Aktion, danach ein wenig chillen und dann später mit dem Fahrrad den Ort und die Einkaufsmöglichkeiten erkunden. Der Gardasee wird uns von Tag zu Tag sympathischer.
Auch am nächsten Tag kletterten die Tagestemperaturen im Laufe des Tages auf 20 Grad in der Sonne, im Schatten war es allerdings noch mit 14-17 Grad ziemlich kühl. Wir entschlossen uns eine Fahrradtour nach Lazise und dann weiter nach Bardolino zu unternehmen, immer direkt am Gardasee entlang. Die Tour war sehr abwechslungsreich, der See bot ein prächtiges Farbenspiel, in Lazise haben wir dann auch die erste Pause eingelegt und eine Kleinigkeit ( Proschetta) zu Mittag gegessen, Bier und Prosecco getrunken, selbst Jonny unser Hund hatte ein Platz am Tisch (im Hundekorb) bekommen. Es ging weiter nach Bardolino, leider sind wir nicht weiter nach Garda gefahren, es wären nur noch wenige Kilometer gewesen, das hatten wir aber erst später am Campingplatz auf der Karte festgestellt. Der Abschnitt kurz vor Lazise fanden wir besonders schön, man fährt direkt am See mit teilweisen „Sand“-strand durch befestigte Wald und Wiesenwege, für Hundebesitzer genial.
In den nächsten Tagen unternahmen wir viele Fahrradtouren und besuchten die lokalen Märkte unter anderem fuhren wir nach Sirmone und Desenzano. Auf einem Markt haben wir dann auch „Hasi“ getroffen, bekannt aus der VOX –Auswanderungssendung, Sie ist in echt wie im Fernseh :-) . Doris kaufte sich auf dem Markt eine schöne Leder-Handtasche, nach zähen Preisverhandlungen war der Verkäufer die Tasche und auch Doris los. Die Fahrradtouren boten wieder einmal abwechslungsreiche und tolle Landschaftsbilder, zurück am Wohnmobil ließen wir die Tage mit Blick auf dem Gardasee gemütlich ausklingen.
Wochenende ist auch in Italien angesagt, der kommende Dienstag ist ein Feiertag in Italien und so wird mit einem Brückentag ein langes Wochenende, die Italiener rauschten den ganzen Tag mit ihren Wohnmobilen an, auch an der Strandpromenade war Schaulaufen angesagt. Etliche Motorradfahrer nutzen das windstille und sonnige Wetter, leider ist in Italien jedes Motorrad laut, nicht schön laut sondern unangenehm laut, Hauptsache es macht Krach. Wir faulenzten den ganzen Tag bei sonnigen Temperaturen über 20 Grad am Stellplatz und beobachten das rege Treiben an der Strandpromenade. Heute wurden nur die nötigen Hundespaziergänge gemacht, ansonsten war Pause angesagt.
Durch den Brückentag (Montag) war es in Peschiera sehr voll, mit dem Fahrrad am Gardasee entlang war keine gute Wahl, zu viel los. Wir beschlossen eine Fahrradtour entlang des Fiume Mincio (Fluß) in Richtung Mantova zu unternehmen. Bei leicht bewölkten Wetter und bestens ausgebauten Fahrradwegen entlang des Flusses radelten wir durch die beeindruckende Natur. Wir haben selten so viele Fahrradfahrer gesehen aber die Fahrradwege waren breit genug, kein Problem. Am späten Nachmittag war die Sonne wieder voll da, wir nutzten die restlichen Sonnenstunden am Campingplatz aus, am Abend wurde der Tag beim Grillen beendet.
Am italienischen Feiertag fuhren wir nochmals mit dem Fahrrad in Richtung Garda , unterwegs begutachteten wir einige Campingplätze zwichen Lazise und Bardolino, in Bardolino sind wir dann auch fündig geworden. Auf dem Campingplatz San Nicolo haben fast alle Stellplätze Blick zum See und Hunde sind auf jedem Platz erlaubt, wir beschlossen hier in den nächsten Tagen mit dem Wohnmobil umzuziehen und den Rest unserer Gardasee-Reise hier zu verbringen. Hoffentlich bekommen wir ein Platz direkt am See, wenn wir in den nächsten Tagen mit dem Wohnmobil hierher kommen.
Weiter zum Teil 3, Bardolino am Ostufer vom Gardasee
Gardasee
Campingplatz San Nicolo in Bardolino am Gardasee
Campingplatz San Nicolo am Gardasee
Am Donnerstag den 27.04.2017 sind wir dann mit dem Wohnmobil von Peschiera nach Bardolino weitergezogen, zum Campingplatz San Nicolo. Wir konnten uns einen sehr schönen Stellplatz direkt am Wasser aussuchen, Perfekt. An unserem ersten Tag auf dem Camingplatz San Nicolo in Bardolino begann es doch tatsächlich am Nachmittag zu regnen, Dauerregen, für die nächsten Tage ist aber wieder Sonne angesagt. Jonny hat sich vorbildlich am neuen Platz verhalten, selbst 2 Hunde am direkten Nachbarplatz und diverse Enten ignorierte er ohne Kommentar! Vor dem Regen noch schnell den Markt in Bardolino besucht und diverse Lebensmittel eingekauft, dann war aufgrund des Regens Internet und Reisetagebuch angesagt.
Hier in Bardolino auf dem schönen Campingplatz verbrachten wir die restlichen Tage am Gardasee und unternahmen noch einige Fahrradtouren nach Lazise und Garda sowie ins Landesinnere. Uns haben die 3 Wochen gut gefallen, die Anreise und der Gardasee mit den Bergen im Hintergrund bieten abwechslungsreiche Bilder und Naturschauspiele, ob Surfen, Segeln, Wandern oder Radfahren, hier ist für jeden etwas dabei. Die Orte mit ihren Shops, Bars und Restaurants sowie das italienischen Flair sind einfach toll zu genießen.
Der Abschnitt Lazise- Bardolino-Garda fanden wir am schönsten, allerdings herrschst hier auch der größte Tourismus am Gardasee. In der Vorsaison oder Nachsaison findet man hier eine perfekte Umgebung, in der Hauptsaison würden wir allerdings nicht zum Gardasee fahren. Die Campingplätze kosten bereits in der Vorsaison zwischen 30,- und 35,- Euro für ein Wohnmobil mit zwei Erwachsenen und Hund, in der Regel sind die Sanitäranlagen sauber und akzeptabel. Oft haben die Campingplätze enge Zufahrten zum Stellplatz, für Wohnmobile über 7 Meter kann es deshalb auch mal schwierig werden. Wir haben auch zahlreiche Ver-und Entsorgungsstationen ausserhalb von Camingplätzen gesehen, meistens an Tankstellen oder Parkplätzen. Ein Reise mit dem Wohnmobil zum Gardasee ist unproblematisch, in der Vorsaison sollte man aber das Wetter im Auge behalten, auf dem Pass kann es durchaus noch gewaltig schneien.
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